Inhalt - SAKK 96/12

SAKK 96/12 - Therapie von Patienten mit Knochenmetastasen mit Xgeva®

Therapie von Patienten mit Knochenmetastasen mit Xgeva® - Verhinderung von symptomatischen Komplikationen am Skelett mit Denosumab verabreicht alle 4 Wochen gegenüber alle 12 Wochen.

Knochenmetastasen – die Ausbreitung der Krebserkrankung auf den Knochen – sind eine häufige Komplikation bei Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung und werden in der Schweiz bei mehr als 5000 Menschen jährlich neu diagnostiziert. Seit der Marktzulassung im Dezember 2011 wird Xgeva® vermehrt für die Therapie von Patienten mit Knochenmetastasen verwendet.

Das Projekt SAKK 96/12 soll zeigen, dass eine weniger häufige Dosierung von Xgeva® mindestens gleich wirksam ist wie die zugelassene Standarddosierung. Das Projekt wurde lanciert, weil Studiendaten nahelegen, die zugelassene Therapie mit Xgeva® hinsichtlich Dosierung, Toxizität und Kosten-Nutzen-Verhältnis zu hinterfragen. Neben der Wirksamkeit werden auch Nebenwirkungen und Lebensqualität genau beobachtet, da angenommen wird, dass eine seltenere Verabreichung insgesamt zu weniger Nebenwirkungen und somit auch zu einer besseren Lebensqualität führt.

Da die steigenden Kosten im Gesundheitswesen und die Kosteneffizienz medizinischer Behandlungen zu immer grösseren gesellschaftlichen Herausforderungen führen, besteht ein weiteres Ziel dieses Projektes darin, gesundheitsökonomische Aspekte zu untersuchen. Das Projekt SAKK 96/12 wird in Zusammenarbeit mit den Krankenversicherern durchgeführt.

Studienleiter:

Prof. Dr. med. Roger von Moos, Kantonsspital Graubünden, +41 81 256 66 47

PD Dr. med. Arnoud Templeton, Kantonsspital St.Gallen, +41 61 685 8330

Prof. Dr. med. Silke Gillessen, Kantonsspital St.Gallen, +41 71 494 10 92

Dr. med. Andreas Müller, Kantonsspital Winterthur, +41 52 266 25 52

  • Ansprechspartner in den Kliniken

  • Einschlusskriterien

    • Schriftliche Einwilligungserklärung des Patienten liegt vor.

    • Histologisch bestätigte Diagnose von Brust- oder Prostatakrebs vor der Randomisierung.

    • Patient hat metastatischen Brustkrebs (Stadium IV, alle Subtypen zugelassen) oder Prostatakrebs (Stadium IV) und Knochenmetastasen und erhält eine antineoplastische Behandlung oder soll sie erhalten.

    • Prostatakrebspatienten mit nachweislicher Krankheitsprogression bei kontinuierlicher Androgendeprivationstherapie (CRPC).

    • Patienten mit ≥ 3 Knochenmetastasen (lytisch oder blastisch oder gemischt). Die Läsionen müssen innert 12 Wochen vor der Randomisierung durch eine radiologische Bewertung dokumentiert werden (Röntgenuntersuchung, CT-Scan, PET-CT, MRT-Scan oder Knochenszintigraphie).

    • WHO-Performance Status 0–2.Alter ≥ 18 Jahre.

    • Korrigiertes Serum-Kalzium ≥ 2 mmol/l und ≤ 3 mmol/l (erlaubt sind medizinische Behandlungen, um den Serum-Kalzium-Spiegel im Normalbereich zu halten, sofern kein Denosumab eingesetzt wird. Bei Hyperkalzämie ist maximal 1 Bisphosphonatdosis erlaubt, falls das Bisphosphonat mindestens 3 Wochen vor der ersten Dosis Denosumab verabreicht wurde).

    • Lebertransaminasen nicht mehr als das 1,5-Fache der oberen Normgrenze oder mehr als das 3-Fache der oberen Normgrenze bei Lebermetastasen. Gesamtbilirubin ≤ 1,5-Fache der oberen Normgrenze (≤ 2,0-Fache der oberen Normgrenze bei bekanntem Gilbert-Syndrom).

    • Frauen stillen nicht. Frauen im gebärfähigen Alter verwenden wirksame Verhütungsmittel, sind nicht schwanger und erklären sich bereit, während der Studienteilnahme und in den anschliessenden 12 Monaten auf eine Schwangerschaft zu verzichten. Vor der Aufnahme in die Studie haben alle Frauen im gebärfähigen Alter (innert 7 Tagen) einen negativen Schwangerschaftstest vorzulegen.

    • Männer willigen ein, während der Studienteilnahme und in den anschliessenden 12 Monaten kein Kind zu zeugen.

  • Ausschlusskriterien

    • Definitive Kontraindikation für Denosumab (z. B. Hypokalzämie [albuminkorrigiertes Serum-Kalzium < 2.0 mmol/l]).

    • Frühere oder gegenwärtig nachgewiesene Osteonekrose des Kiefers.

    • Noch nicht verheilte Schleimhaut in der Mundhöhle (nach Operation oder als Nebenwirkung einer sonstigen Behandlung). 

    • Bei Kiefer- oder Zahnsituationen, die Oralchirurgie erfordern, oder falls eine Operation oder ein invasiver zahnärztlicher Eingriff geplant sind.

    • Frühere Einnahme von Denosumab bei Knochenmetastasen (Dosis 120 mg alle 4 Wochen) oder Bisphosphonate zur Behandlung von Knochenmetastasen. Erlaubt ist der Eintritt von Patienten, die mit Denosumab oder Bisphosphonate gegen Osteopenie oder Osteoporose behandelt werden, falls die letzte Dosis mehr als 28 Tage vor der Randomisierung verabreicht wurde.

    • Patienten mit bekannter Osteoporose (T-Wert ≤ -2.5) bei Studieneintritt (da osteoporosebedingte Frakturen nur schwer von Frakturen durch Knochenmetastasen zu unterscheiden sind).

    • Strahlentherapie oder Operationen am Knochen in den letzten zwei Wochen vor der Randomisierung oder geplant innert 6 Wochen nach der Randomisierung.

    • Frühere oder aktuelle ZNS-Metastasen oder leptomeningeale Erkrankung. Bei verdächtigen Symptomen muss innert 12 Wochen vor der Randomisierung eine MRT-Untersuchung durchgeführt werden.

    • Psychiatrische Erkrankungen, die den Patienten daran hindern, studienrelevante Themen zu verstehen, sein Einverständnis zu erteilen oder Fragebögen zur Lebensqualität auszufüllen.

    • Gleichzeitige Behandlung im Rahmen einer klinischen Studie mit SSE oder SRE als primärem Endpunkt.

    • Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber dem Studienmedikament oder Überempfindlichkeit gegenüber einem anderen Bestandteil des Studienmedikaments (z. B. Fruktose).

    • Jegliche gleichzeitige medikamentöse Behandlung mit Kontraindikation für die Verabreichung der Prüfmedikamente gemäss der genehmigten Arzneimittel-Fachinformation.

    • Jegliche Art von psychologischen, familiären, soziologischen oder geografischen Rahmenbedingungen, die die Einhaltung des Studienprotokolls potenziell erschweren.

Zentren für diese Studie:

Hirslanden Klinik Aarau
Schänisweg
0 5001 Aarau
Kantonsspital Aarau
Tellstrasse 25
0 5001 Aarau
Kantonsspital Baden
Im Ergel 1
4600 Baden
Brustzentrum Basel - Bethesda Spital
Gellertstrasse 144
0 4002 Basel
St. Claraspital AG
Kleinriehenstrasse 30
0 4058 Basel
Universitätsspital Basel
Petersgraben 4
0 4031 Basel
Istituto Oncologico della Svizzera Italiana IOSI
Via Ospedale
0 6500 Bellinzona
Inselspital
Freiburgstrasse 8
3010 Bern
Lindenhofgruppe, Engeriedspital
Riedweg 15
0 3012 Bern
Spitalzentrum Biel
Vogelsang 84
0 2501 Biel
Spitalzentrum Oberwallis
Ueberlandstrasse 14
0 3902 Brig
Kantonsspital Graubünden
Loëstrasse 170
7000 Chur
Spital Thurgau, Kantonsspital Münsterlingen
Spitalcampus 1
0 8596 Münsterlingen
Hôpital Fribourgeois HFR
Chemin des Pensionnats 2
1708 1708 Fribourg
Hôpitaux Universitaires de Genève HUG
Rue Gabrielle-Perret-Gentil 4
0 1205 Genève
CCAC Centre de Chimiothérapie Anti-Cancéreuse
Avenue d'Ouchy 35
0 1006 Lausanne
Centre Hospitalier Universitaire Vaudois CHUV
Rue du Bugnon 46
0 Lausanne
Kantonsspital Liestal
Rheinstrasse 26
0 4410 Liestal
Fondazione Oncologia Lago Maggiore
Via Antonio Ciseri 19
0 6600 Locarno
Oncologia Varini & Calderoni & Christinat
Via Antonio Fogazzaro 3
0 6900 Lugano
Hirslanden Klinik St. Anna Luzern
Sankt-Anna-Strasse 32
0 6006 Luzern
Kantonsspital Luzern
Spitalstrasse
0 6000 Luzern
Spital Thurgau, Kantonsspital Frauenfeld
Waldeggstrasse 8A
0 8501 Frauenfeld
Kantonsspital Olten
Baslerstrasse 150
0 4600 Olten
Hôpital du Valais Sion
Avenue du Grand-Champsec 80
0 1951 Sion
Solothurner Spitäler AG (soH)
Schöngrünstrasse 42
0 4500 Solothurn
Kantonsspital St. Gallen
Rorschacher Strasse 95
0 9007 St. Gallen
Tumor- und Brustzentrum ZeTuP St.Gallen
Rorschacher Strasse 150
0 9006 St.Gallen
Spital STS AG Thun
Krankenhausstrasse 12
0 3600 Thun
Kantonsspital Winterthur
Brauerstrasse 15
0 8401 Winterthur
Brustzentrum Seefeld
Seefeldstrasse 214
0 8008 Zürich
Klinik Hirslanden Zürich
Witellikerstrasse 40
0 8032 Zürich
Klinik Hirslanden im Park
Seestrasse 259
0 8002 Zürich
Spital Limmattal
Urdorferstrasse 100
0 8952 Schlieren
Stadtspital Triemli
Birmensdorferstrasse 497
0 8063 Zürich
UniversitätsSpital Zürich
Rämistrasse 100
0 8091 Zürich
Hôpital neuchâtelois
Chasseral 20
0 2303 La Chaux-de-Fonds
Universitaetsklinikum Düsseldorf
Moorenstraße 5
0 Düsseldorf 40225