Inhalt - SAKK 08/14

SAKK 08/14 IMPROVE - Metformin kombiniert mit Enzalutamide zur Behandlung von kastrationsresistentem Prostatakrebs

Mit der Phase II Studie SAKK 08/14 untersuchen wir die Wirksamkeit der Kombination des Medikaments Metformin mit einer Enzalutamide Behandlung. Wir vergleichen diese Kombination mit einer Behandlung mit nur Enzalutamide. Diese Studie involviert Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakrebs (Prostatakrebs, der nicht mehr auf eine Hormontherapie anspricht).

 

Enzalutamide bezeichnet eine Hormontherapie. Sie verhindert, dass das Hormon Testosteron die Prostatakrebszellen erreicht. Diese können ohne Testosteron nirgendwo im Körper wachsen.

Metformin wird normalerweise zur Behandlung von Diabetes verwendet. Dort hemmt es die Bildung von Glucose in der Leber und fördert dessen Aufnahme in den Muskeln. Metformin hat auch positive Effekte in der Krebstherapie gezeigt. So gibt es Hinweise, dass Metformin den Stoffwechsel von Patienten stabilisiert. Wir erwarten, dass Metformin einen positiven Effekt auf die Behandlung mit Enzalutamide hat.

Für diese Studie ermöglichen wir 168 Patienten mit bereits metastasiertem nicht kleinzelligem Prostatakrebs eine Teilnahme.  

Studienleiter:

Dr. med Christian Rothermundt, Kantonsspital St.Gallen, +41 71 494 11 63

  • Ansprechspartner in den Kliniken

  • Einschlusskriterien

      • Schriftliche Einwilligungserklärung gemäss ICH/GCP-Vorschriften vor der Registrierung sowie vor allen Untersuchungen im Zusammenhang mit der Studie.

      • Histologisch oder zytologisch bestätigtes Adenokarzinom der Prostata ohne kleinzellige Charakteristika

      • In Bezug auf die Krankheit asymptomatische oder minimal symptomatische Patienten

      • Dokumentation des metastatischen Adenokarzinoms der Prostata durch Imaging-Verfahren (CT/MRT und/oder Knochen-Scan)

      • Laufende Androgendeprivationstherapie mit GnRH-Analoga (Gonadotropin Releasing Hormon) oder beidseitiger Orchiektomie (d. h. chirurgischer oder medizinischer Kastration)

      • Gesamter Testosteronspiegel ≤ 1.7 nmol/l (entspricht ≤ 50 ng/dl)

      • Tumorprogession im Zeitpunkt der Registrierung, Definition gemäss Protokoll

      • Ausgefüllter Grundlagen-Fragebogen zur Lebensqualität (QoL Questionnaire) und Schmerzfragebogen

      • Männliche Patienten ≥ 18 Jahre

      • WHO-Performance Status 0–2

      • Angemessene Blutwerte: Hämoglobin ≥90 g/l, Neutrophile ≥ 1.0 × 109/l, Thrombozyten ≥ 75 × 109/l.

      • Angemessene Leberfunktion: ALT und AST ≤ 2.5 × ULN, Bilirubin ≤ 1.5 × ULN (Ausnahme bei Gilbert-Syndrom ≤ 2.5 × ULN)

      • Angemessene Nierenfunktion: errechnete Kreatinin-Clearance ≥ 50 ml/Min. gemäss der Cockcroft-Gault-Formel

      • Der Patient ist fähig, die Prüfmedikamente zu schlucken und die Studienanforderungen einzuhalten

      • Der Patient willigt ein, während der Studienteilnahme und in den anschliessenden 3 Monaten kein Kind zu zeugen

      • Der Patient erklärt sich mit der Teilnahme am obligatorischen translationalen Forschungsteil der Studie einverstanden, mit Ausnahme der Teilstudie zu Pyruvatdehydrogenase.

      • Ausschlusskriterien

          • Erwiesene oder vermutete Metastasen des Zentralnervensystems (ZNS) oder akute Erkrankung der Leptomeninx

          • Bösartiger Tumor in den letzten 2 Jahren vor der Registrierung mit Ausnahme von lokalisierten nicht melanomartigen Hautkrebsformen sowie Blasenkrebs in den Stadien Ta und Tis.

          • Bei Anamnese Behandlung von Prostatakrebs mit:

            • neuen endokrinen Mitteln (einschliesslich Abirateronacetat, Enzalutamid, TAK-700, TAK-683, TAK-448, VT464, ODM201, ARN509),

            • Radioisotopen,

            • TKI und anderen kleinen Molekülen

            • Immuntherapie oder

            • Chemotherapie (mit Ausnahme von Docetaxel-Chemotherapie bei hormonsensitivem Prostatakrebs)

          • Behandlung mit experimentellen Medikamenten oder Behandlung im Rahmen einer klinischen Studie innerhalb der letzten 30 Tage vor der Registrierung (mit Ausnahme der klinischen Studie SAKK 96/12 und/oder des Biobankprojekts SAKK 63/12)

          • Klinisch signifikante kardiovaskuläre Erkrankung einschliesslich:

            • Myokardinfarkt innerhalb der letzten 6 Monate vor der Registrierung,

            • Unkontrollierte Angina innerhalb der letzten 3 Monate vor der Registrierung,

            • Herzinsuffizienz NYHA III oder IV,

            • QTc-Intervall > 480 ms,

            • Bei der Anamnese klinisch signifikante ventrikuläre Arrhythmien (z. B. ventrikuläre Tachykardie, Kammerflimmern (VF), Torsades-de-Pointes-Tachykardie),

            • Bei der Anamnese Mobitz-Block Typ II zweiten oder dritten Grades ohne permanenten Herzschrittmacher,

            • Nicht korrekt eingestellter Bluthochdruck, ausgedrückt als systolischer Blutdruck > 170 mmHg ODER diastolischer Blutdruck > 105 mmHg

          • Schwere Begleiterkrankung, Infektion oder Co-Morbidität, die nach Ansicht des/der Forschenden die Eignung des Patienten zur Aufnahme in Frage stellen (z. B. unkontrollierte oder akute schwere Infektion, fortgeschrittene chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Herzversagen)

          • Bei der Anamnese HIV, Hepatitis B, Hepatitis C

          • Grössere Operation innerhalb der letzten 4 Wochen vor der Registrierung

          • Gastrointestinale Störung mit Auswirkungen auf die Resorption (z. B. Magenektomie, akute Magengeschwüre innerhalb der letzten 3 Monate vor der Registrierung)

          • Metformin-Behandlung innerhalb der letzten 6 Monate vor der Registrierung

          • Patienten mit pharmakotherapeutischer Behandlung eines Diabetes mellitus

          • Diabetische Ketoazidose, diabetisches Koma und Prä-Koma bei der Anamnese

          • Epileptische Anfälle oder Vorbedingungen für epileptische Anfälle bei der Anamnese Bewusstseinsverluste oder transitorische ischämische Attacken innerhalb der letzten 12 Monate vor der Registrierung bei der Anamnese

          • Gleichzeitige Antikoagulation mit Rivaroxaban oder Warfarin

          • Bei der Anamnese Überempfindlichkeit gegenüber den Prüfpräparaten oder beliebigen Bestandteilen der Prüfpräparate.

          • Jegliche gleichzeitige medikamentöse Behandlung mit Kontraindikation für die Verabreichung der Prüfpräparate gemäss der von Swissmedic genehmigten Arzneimittel-Fachinformation

          • Jegliche Art von psychologischen, familiären, soziologischen oder geografischen Rahmenbedingungen, die die Einhaltung des Studienprotokolls und der Nachbeobachtung potenziell erschweren.

          Zentren für diese Studie:

          Kantonsspital Aarau
          Tellstrasse 25
          0 5001 Aarau
          Kantonsspital Baden
          Im Ergel 1
          4600 Baden
          Universitätsspital Basel
          Petersgraben 4
          0 4031 Basel
          Kantonsspital Graubünden
          Loëstrasse 170
          7000 Chur
          Istituto Oncologico della Svizzera Italiana IOSI
          Via Ospedale
          0 6500 Bellinzona
          Spital Thurgau, Kantonsspital Frauenfeld
          Waldeggstrasse 8A
          0 8501 Frauenfeld
          Hôpitaux Universitaires de Genève HUG
          Rue Gabrielle-Perret-Gentil 4
          0 1205 Genève
          CCAC Centre de Chimiothérapie Anti-Cancéreuse
          Avenue d'Ouchy 35
          0 1006 Lausanne
          Kantonsspital Luzern
          Spitalstrasse
          0 6000 Luzern
          Kantonsspital Olten
          Baslerstrasse 150
          0 4600 Olten
          Solothurner Spitäler AG (soH)
          Schöngrünstrasse 42
          0 4500 Solothurn
          Kantonsspital St. Gallen
          Rorschacher Strasse 95
          0 9007 St. Gallen
          Kantonsspital Winterthur
          Brauerstrasse 15
          0 8401 Winterthur
          Stadtspital Triemli
          Birmensdorferstrasse 497
          0 8063 Zürich
          UniversitätsSpital Zürich
          Rämistrasse 100
          0 8091 Zürich
          Hôpital du Valais Sion
          Avenue du Grand-Champsec 80
          0 1951 Sion
          CCAC Centre de Chimiothérapie Anti-Cancéreuse
          Route de Villars 37
          0 1700 Fribourg
          Hôpital du Valais Martigny
          Av. de la Fusion 27
          0 1920 Martigny
          Spital Thurgau, Kantonsspital Münsterlingen
          Spitalcampus 1
          0 8596 Münsterlingen