Histoire
Geschichtlicher Hintergrund
In früheren Jahren waren Chirurgie und Radiotherapie die einzigen Grundlagen der Tumortherapie. Ende der Fünfzigerjahre des letzten Jahrhunderts begann insbesondere das amerikanische National Cancer Institute mit der systematischen präklinischen Testung und klinischen Erprobung von Substanzen im Hinblick auf ihre antitumoröse Wirkung. Im Zuge dieser Entwicklung bildeten sich in den USA erste kooperative Studiengruppen. Diese führten im Auftrag des National Cancer Institute klinische Studien durch und begründeten so die eigentliche patientenorientierte klinische Krebsforschung. Schweizer Ärzte, die nach Forschungsaufenthalten aus den USA zurückkehrten, gründeten 1965 die Schweizerische Chemotherapiegruppe, die später in SAKK umbenannt wurde, um dem Anspruch einer nationalen, interdisziplinären kooperativen Gruppe nachzukommen.
In den Siebzigerjahren pflegte die SAKK enge Kooperationen mit amerikanischen kooperativen Studiengruppen. In den Achtzigerjahren hat die SAKK vor allem bei den gastrointestinalen Tumoren und dem Mammakarzinom - dank der Teilnahme an Studien der International Breast Cancer Study Group (IBCSG) auch im Bereich der adjuvanten Therapie des Mammakarzinoms - bedeutende Studien durchgeführt und publiziert.
1991 wurde die damalige SAKK in das Schweizerische Institut für angewandte Krebsforschung (SIAK) überführt. Unter dem Dach des SIAK wurde das Drei-Sparten-Modell der angewandten onkologischen Forschung mit den folgenden Domänen und Hauptaufgaben geschaffen:
Klinische Krebsforschung bei Erwachsenen
Vereinigung schweizerischer Krebsregister (VSKR):
Epidemiologische Studien über Krebshäufigkeit, Erforschung von Risikofaktoren und Auswertung von Präventionsprogrammen
Schweizerische Pädiatrische Onkologiegruppe (SPOG):
Klinische Krebsforschung bei Kindern und Jugendlichen
Zweck und Ziele der SAKK
Der Zweck der Arbeitsgemeinschaft ist die patientenbezogene Krebsforschung, insbesondere durch gesamtschweizerische kooperative Untersuchungen und Zusammenarbeit mit ausländischen Zentren und Studiengruppen. Das wichtigste Ziel ist es, unter Berücksichtigung aller Modalitäten die Tumortherapien weiter zu entwickeln.
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